Psychoanalyse-Lacan

PSYCHOANALYSE UND PAARTHERAPIE

in Hamburg und per Video

Dr. Birgit Meyer zum Wischen

"It’s a joy to be hidden and a disaster not to be found."

 D.W. Winnicott

Eine analytische Psychotherapie ist eine Arbeit am Unbewussten, das, wie der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan herausgestellt hat, wie eine Sprache strukturiert ist und folglich aus dem besteht, was uns seit eh und je von den Eltern und anderen nahen Personen eingeflüstert und  je eigen interpretiert wurde. Das, was also ein- und umgeschrieben im Unbewussten eingetragen ist, können Sie mit einem Anderen, der auf diese besondere Art des Hörens eingestellt ist, erkunden, modifizieren und wieder verflüssigen.

Bemerkung: Wichtig ist der eigene Anteil des Subjekts. Sonst kann man fragen: wieso hilft das Erkunden?
Antwort: Weil das ins Unbewusste Eingeschriebene durch das Sprechen in der Psychoanalyse wieder verändert werden kann.

Das Unbewusste ist ein Text, der zum grössten Teil unveröffentlicht bleiben wird, ein unergründlicher Ozean; es ist eine faszinierende Arbeit gemeinsam in diesen Ozean einzutauchen und so einen Teil davon zugänglich zu machen, vor allem den Teil, der die Symptome verursacht, unter denen Sie leiden.

Sie können zu mir in aktuellen Lebenskrisen kommen oder wenn Sie schon länger Fragen bearbeiten. Vielleicht haben Sie Ängste oder sind verzweifelt, depressiv, leiden unter Süchten, Zwängen oder Halluzinationen, haben Probleme in Ihrer Beziehung oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz? Ihnen wird vielleicht auch aufgefallen sein, dass sich etwas in Ihrem Leben qualvoll wiederholt?

In der analytischen Psychotherapie nähern wir uns dem Wiederholungszwang, indem wir es den Erinnerungen erlauben, in der aktuellen Situation wiederaufzuleben und sie so langfristig bearbeiten und auflösen zu können.
Freud sprach von  ERINNERN – WIEDERHOLEN – DURCHARBEITEN.
 
Das heisst auch, dass Psychoanalyse kein intellektuelles Projekt ist, sondern unmittelbar auf das Erleben, die Affekte und Wünsche verändernd wirken kann.
Was traumatische Erfahrungen angeht, werden diese in einem geschützen Rahmen in einer aushaltbaren Weise aktualisiert, um sie dann neu einordnen und lesen zu können. Sie sind dann nicht mehr blosses Opfer schlimmer Ereignisse, sondern gewinnen einen neuen Zugang zu ihnen.
 
Ziel der Psychoanalyse ist es, lieben und arbeiten zu können,  mit Liebe im Leben tätig zu sein und auch an der Liebe zu arbeiten.
Dabei geht es nicht um eine Behandlung „Ihres Symptoms“, nicht darum, vom Anderen Wissen zu empfangen (wie sonst vielerorts), sondern mittels des Ihnen eigenen Sprechens die Position der Arbeitenden einzunehmen, der Wichtiges über sich entdecken und damit besser leben kann. In akuten Krisen (Trennung, Trauerfall, Gewalterfahrung u.ä.), werde ich mich bemühen, Ihnen innerhalb weniger Tage einen Termin zu geben.

Sie folgen in der Psychoanalyse dieser einzigen Regel:

Sagen Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt,
auch wenn es Ihnen gefährlich, peinlich, nicht zur Sache gehörend oder belanglos erscheint!

Leistungsangebot

Mein Praxissitz befindet sich in Hamburg Nienstedten. Ich arbeite aber auch gerne mit Menschen ausserhalb Hamburgs, oder im Ausland lebend, über Video oder Telefon. Natürlich ist auch eine Kombination aus beidem willkommen.

Einzeltherapie

Psychoanalyse nach Freund und Lacan
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Die Sitzungen finden meist mehrmals in der Woche statt, manchmal jedoch auch nur einmal wöchentlich, je nachdem wie wir es vereinbaren. Die Arbeit kann, je nach Absprache im Sitzen oder liegend durchgeführt werden. Bei größerer geographischer Distanz können die Analysen auch telefonisch oder per Videocall erfolgen.
Termin vereinbaren

Paartherapie

Gruppenanalyse und Paargespräche
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Zusammen mit Michael Meyer zum Wischen biete ich Gruppenanalyse und Paargespräche an. Die Sitzungen finden hier meist ein- bis zweimal im Monat statt.
Dr. med Michael Meyer zum Wischen

Supervision

für Kollegen und Gruppen
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Ich biete Supervision für Kolleg:innen und Gruppen an. Gruppen finden einmal in der Woche statt, meist in Präsenz, können aber auch mit Video durchgeführt werden.
Termin vereinbaren
Als Psychoanalytikerin in freier Praxis, kann ich Ihnen versichern, dass nichts, was wir miteinander besprechen an Dritte gelangt, weder an Gutachter, noch Krankenkassen bzw. dass nicht in diversen Datenbanken gespeichert wird.
Das ist zum einen ein enormer Vorteil für bestimmte Berufsgruppen, zum andern aber auch etwas, was sich sehr positiv auf die Arbeit auswirkt.
 
Ich arbeite deshalb auch überwiegend mit Selbstzahlern, wobei das Honorar abhängig von der Frequenz und vom je eigenen Einkommen ist.
In Ausnahmefällen ist aber auch eine Abrechnung über private oder gesetzliche Krankenkassen (Übergangstherapie, Erstattungsverfahren) möglich. Das kann ich Ihnen gerne in einem ersten Gespräch erläutern.

„Die Psychoanalyse, das ist eine Chance, eine Chance neu anzufangen.“

J. Lacan

 

Vita

Dr. phil. Birgit Meyer zum Wischen

Ich habe mein Abitur an der Freien Waldorfschule Krefeld erworben. Von 1993 bis 2000 studierte ich Philosophie, Literatur- und Sprachwissenschaften in Düsseldorf, Bonn und Kanada.

Anschließend verbrachte ich von 2000 bis 2001 einen Studienaufenthalt in Los Angeles, USA. Von 2001 bis 2006 promovierte ich in Kulturwissenschaft über „Vegetarismus“ bei Prof. Hartmut Böhme und Prof. Christina von Braun an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Während dieser Zeit war ich Mitarbeiterin und Lektorin beim Diaphanes Verlag und übersetzte das Buch „Targets of Opportunity“ von Samuel Weber. Von 2001 bis 2012 befand ich mich in der  psychoanalytischen Ausbildung am Psychoanalytischen Kolleg und an der Kölner Akademie für Psychoanalyse Jacques Lacan. Von 2009 bis 2016 war ich Salonière des Psychoanalytischen Salons Berlin und 2011 Mitbegründerin der Psychoanalytischen Bibliothek Berlin.

Seit 2012 führe ich eine eigene psychoanalytische Praxis und habe mich ab 2015 am Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG) weitergebildet. Zudem bin ich affiliiertes Mitglied im John-Rittmeister-Institut für Psychoanalyse in Kiel. Seit 2021 bin ich Mitherausgeberin der Y-Zeitschrift für atopisches Denken und Mitglied im IPPK – Institut für Philosophie, Psychoanalyse und Kulturwissenschaften e.V.

Kino und Psychoanalyse

Oft haben Psychoanalytiker Filme verwendet, um die jeweiligen
Protagonisten und Handlungen psychoanalytisch zu deuten, so als hätten sie es mit Patienten zu tun und nicht in erster Linie mit Kunstwerken, die uns etwas – im besten Fall Neues – zu sagen haben.
 
Schon Sigmund Freud hatte bemerkt, dass der Dichter dem Psychoanalytiker voraus geht. Dies kann man sicher auch auf die „siebte Kunst“, den Film, übertragen. Unser Ausgangspunkt für die vorgeschlagene Filmreihe ist die These: Die cineastischen Werke enthalten ein implizites Wissen, das es für die psychoanalytische Theorie zu entdecken gilt und dessen Formulierung zugleich die Wirkung (Struktur) eines Films zu erklären hilft.
 
Wir wollen verschiedene Filme daraufhin befragen, was sie der
psychoanalytischen Theorie zu sagen haben und inwiefern diese Fragestellung neue Aspekte für die Filmtheorie liefern kann.
Die Reihe soll sich an ein interessiertes Publikum richten, ob fachlich vorgebildet oder nicht. Auf eine gemeinsamen Sichtung des Films folgt jeweils ein psychoanalytischer Thesenvortrag und eine  Diskussion.
 
So kann so ein kontinuierlicher Diskussionszusammenhang entstehen.

Aktuelle Filme und Termine

Der nächste Filmtermin ist am 08.09. 2024 um 11 Uhr im Zeise Kino Hamburg, Friedensallee 7-9 in Ottensen.

Wir zeigen den Film: 

Ein Schweigen

Psychoanalyse nach Sigmund Freud und Jacques Lacan

Psychoanalyse – Lacan